Ribbons

Ein Journal von C.J. Cherryh Lesern für C.J. Cherryh Leser
Viele Science-fiction Fanzines haben Berichte von Conventions oder Messen. Sie berichten von den Erlebnissen eines Besuchers. Es gibt so viele verschiedene Berichte, wie es Convention-Besucher gibt, und dieser hier befasst sich mit einem Autor.
Ich fand meinen Weg zur ConJose: Eine Erinnerung an die WorldCon 2002
von Bret Grandrath

Die WorldCon 2002 fand vom 29. August bis zum 2. September in San Jose, Kalifornien, nur eine Autostunde von meinem Haus entfernt statt. Ich hatte meine Mitgliedschaft schon gekauft als San Jose die Auswahl gewonnen hatte. Im Januar diesen Jahres trug ich das Wochende vor dem Tag der Arbeit bereits in den Urlaubsplan auf Arbeit ein. Ich arbeitete seit 22 Jahren für M&H Tobacco, daher war ich hoch genug in der Liste um die Woche frei zubekommen.

Am 11. Mai rief der Besitzer von M&H, Gary Dubnoff, alle zu einem Treffen zusammen. Er sagte, dass er das Unternehmen verkauft hatte und nicht wüßte, ob die neue Firma irgendjemanden von uns einstellen würde. Schlechte Neuigkeiten, und als der Schock vorüber war wusste ich, dass ich keinesfalls meinen Urlaub bekommen würde.

Unser letzter Arbeitstag war der 31. Mai und nach drei Wochen Arbeitlosigkeit war ich dabei wahnsinnig zu werden. Im Anzeigenteil der Tageszeitung sah ich eine offene Stelle by Foster Lumber Yard. Ich hatte dort gearbeitet bevor ich zu M&H wechselte. Am 25. Juni traf ich Dave Jones von Foster Lumber und am 28. stellte er mich ein. Ich war glücklich den Job bekommen zu haben und fand es cool, dass der Mann der mich vor 25 Jahren eingestellt hatte mich wieder anheuerte.

Ende Juli fragt ich Dave, ob ich Urlaub für einen Besuch der Con bekommen könnten. Sommer ist im Holzgewerbe die arbeitsreichste Zeit des Jahres, daher konnte er mir nicht sofort Ja oder Nein sagen. Mitte August dann kam das Ja und aller übten ihren vulkanischen Gruß, wenn sie mich sahen.

Zu der Zeit waren alle innerstädtischen Hotels bereits ausgebucht, aber ich bekam noch eine Reservierung im TraveLodge ein paar Meilen entfernt. Meine Freunde, Brian und Marlene, wollten auch kommen und wir verabredeten uns zum Essen für den Freitag. Ich hatte mir den ganzen Sommer Sorgen gemacht eine WorldCon so nah bei mir zu verpassen, aber alles klappte prima.

Donnerstag früh fuhr ich nach San Jose und kam gegen Mittag an. Ich fand einen Parkplatz gegenüber vom Hilton. Es kostete sieben Dollar für einen ganzen Tag, nicht schlecht für einen Parplatz so nah am Convention Center. Ich parkte dort Donnerstag und Freitag, fand aber eine kostenlosen Platz für den Rest der Con.

Die Registrierung war einfach zu finden und lediglich eine andere Person war vor mir in der "G" Reihe. Der Ausweis war eine Nylonbrieftasche mit Reißverschluss, aber die Namen waren groß geschrieben und einfach zu lesen. Ich brachte mein Registrierungspaket zu meinem Pick-up und ging zum Händlerraum. Viel Platz, weite Gänge, viele tolle Sachen. Um 2:30 Uhr ging ich zur "Tolkien und das 21. Jahrhundert"-Diskussion. Die Diskussionsteilnehmer und das Publikum schienen alles über Tolkien zu wissen; ich wusste genug um beeindruckt zu sein.

Nach der Diskussion ging ich erneut zur Registrierung. Keiner war in der "L" Reihe und so ging ich um zu fragen, ob Brian Lowe schon registriert war. Sein Ausweis war noch da. Ich dankte dem Mann und drehte mich um. Fünf Meter entfernt kam Brian auf mich zu. Nachdem er und Marlene sich registriert hatten, unterhielten wir uns eine Weile und um halb sechs gingen wir zur Veranstaltung "Star Trek Jeopardy". Ich wusste nicht wieviel über Star Trek ich wissen würde, aber ich konnte ein paar Fragen beantworten. Drei Teilnehmer wussten nahezu alle Antworten. Jeder hatte eine gute Zeit und es war wein großer Spaß.

Ein paar von uns gingen zu einen China Restaurant um Abendbrot zu essen, dann zurück zu Brian und Marlenes Hotel, dem Fairmont, wir saßen in der Lobby und unterhielten uns bis spät in die Nacht. Wir machten Pläne uns zum Abendessen am nächsten Tag zu treffen und dann fuhr ich heim.

Freitag Morgen packten mein Sohn, James, und ich und fuhren nach San Jose. Ich überredete James mitzukommen, indem ich im eine Pizza zu Abendbrot und einen Besuch im Tech Museum versprach.

Wir fanden das TraveLodge, stellten unsere Taschen ab und fuhren die paar Meilen zum Convention Center. Wir gingen zur Registrierung und hatten keine Probleme einen Ausweis für James zu bekommen. Wir wollte das Registrierungsmaterial nicht mit uns rumtragen und brachten es deshalb zurück zum Truck. Auf dem Weg zurück landeten wir im Hilton. Als ich mich umdrehte um James zu sagen, dass wir die falsche Tür genommen hatten, sah ich C.J. Cherryh in der Lobby sitzen. Sie winkte uns rüber und wir schlossen uns ihrer Gruppe an. C.J. saß dort mit Jane Fancher, ihren Katzen in Reiseboxen und zwei Freunden. Wir unterhielten uns über ihre Fahrt, Baseball und das Wetter. Als ihre Räume fertig waren, trugen James und ich jeder eine Katze hoch.

Als wir zu ihrem Raum kamen, half James das Katzen-Unterbringungs-Käfig-Ding zusammenzusetzten. Nach dem Aufbau gingen James und ich zurück zum Convention Center. Im Händlerraum trafen wir Brian und Marlene und schloßen uns dem Rest der Gruppe zu Abendessen im Fairmont an. Wir gingen zum Pizza Chicago um uns hinzusetzen, zu unterhalten und zu essen. Wir hatten gute Pizza und gute Gesellschaft. Wir alle gingen zurück zum Fairmont und saßen und redeten. Stunden später, James und ich fuhren zum Hotel zurück.

Samstagmorgen gingen James und ich zum Tech Museum of Innovations, direkt gegenüber vom Convention Center. Wir verbrachten dort mehrere Stunden und hatten viel Spaß. Schaut es euch an unter www.thetech.org. Zurück am Convention Center, Wir stöberten im Händlerraum und bekamen ein Power Puff Girls T-Shirt und James suchte sich ein Skelettkrieger T-Shirt aus.

Wir liefen Marlene über den Weg als wir gingen und ich sagte ihr, dass ich James nach Hause bringen würde und später zurück sein würde. Sie sagte, ich sollte sie um sechs in der Fairmont Lobby treffen, um mit ihnen zuerst Abend zu essen und später die Maskerade zu sehen.

Wir fuhren zurück nach Vallejo und gingen zur Wohnung meiner Eltern. Beth war da mit meiner Schwester und ihrer Familie. Wir gaben Beth das T-Shirt, sie mochte es sehr - jeder meinte es passe perfekt zu ihr. Mama hat Essen für alle gemacht, daher blieb ich zum Essen.

Nach dem Essen fuhr ich zurück nach San Jose und machte mich im Fairmont auf die Suche nach Brian und Marlene, aber sie waren nicht zu finden. Ich wusste, dass sie zur Maskerade wollten, daher wartet ich am Ende der Schlange bis sie auftauchten. Wir genossen die Show. Bis auf ein paar Kleinigkeiten war es eine tolle Show.

Sonntagmorgen ging ich zum Convention Center um mir die elf Uhr dreißig Diskussionen anzusehen. Ich wollte zur "Quäle deine Charaktere" Diskussion mit Lois McMaster Bujold, aber der Raum war überfüllte. Daher ging ich zur Tolkien Diskussion gegenüber. Es war eine sehr interessante Diskussion über Tolkiens Werke und ich war wieder beeindruckt wieviel alle Anwesenden über Tolkien wussten.

Danach ging ich zum Händlerraum um mir die DAW 30th Anniversary Anthologien für das Massensignieren um zwei Uhr dreißig zu kaufen. Im Gang traf ich Brian. Er war auf dem Weg zur "Mehrteilige Sagas: Was habe ich mir nur gedacht?" Diskussion, also begleitet ich ihn. Es war sehr interessant, aber ich musste eher gehen um die DAW Bücher rechtzeitig fürs signieren zu bekommen.

Viele Leute warteten um ihre Bücher signieren zu lassen. Die Schlangen bei Frederik Pohl und Tad Williams waren lang, aber ich denke C.J. Cherryhs Schlange war am längsten. Ich ging von Schlange zu Schlange und holte mir Autogramme von Jennifer Roberson, Melanie Rawn, Deborah J. Ross, Irene Radford, Jane Fancher, Michelle West, Frederik Pohl, Tad Williams und Charles Ingrid. Als Jane meine Bücher signierte, lud sie mich zu C.J.'s Geburtstag+essen in der Nacht ein. Ich aktzeptierte, natürlich.

Ich ließ auch die Editorinnen Betsy Wollheim, Sheila Gilbert und die DAW Managing Editorin Debra Euler signieren.

C.J. war eine der letzten Autoren, die mit signieren fertig wurden. Sie sah mich, kam rüber und ich beglückwünschte sie zum Geburtstag. Sie umarmte mich und nahm mich mit zu Jane. C.J. sagte zu Jane, "Sieh mal wen ich gefunden habe." Jane sagte ihr, dass sie mich schon zum Essen mit ihnen eingeladen hatte.

Der Plan war, dass alle sich um sechs in der Lobby vom Hilton treffen sollten. Auf dem Weg zum Hilton gingen C.J. und Jane durch den Händlerraum und signierten Bücher für Händler, die welche signiert haben wollten. Vorm Händlerraum sah ich Vera Nazarian und hielt an, um mit ihr zu reden. Jane erschreckte sie, indem sie zu Vera rannte und sie umarmte. Vera hatte andere Pläne fürs Abendessen, aber begleitete uns zum Hilton.

Unsere Gruppe fürs Abendbrot bestand aus C.J., Jane, Selina Rosen, Betsy Wollheim, Michelle West, Steven Pagel, Gary und Glory Moreau und mir. Wir gingen zu einem italienischen Restaurant und genossen das Essen in guter Gesellschaft. Wir sangen Happy Birthday für C.J. und hatten eine großartige Zeit. Betsy Wollheim musste eher gehen, um bei der Hugo Award Vergabe dabei zu sein, aber sie zahlt die Rechnung für alle, weil, wie sie sagte, dies wäre, was ihre Mutter gewollt hätte.

C.J. und Jane wollten in dieser Nacht die Stadt verlassen, daher mussten sie ihre Katzen und das Gepäck holen. Michelle West und ich halfen das Katzen-Unterbringungs-Käfig-Ding abzubauen und alles in den Wagen zu räumen. Wir sagten auf Wiedersehen zu C.J. und Jane und sie fuhren los. Während Michelle und ich sich in der Hilton Lobby unterhielten, kam Debra Euler und teilte uns die Hugo Ergebnisse mit.

Ich ging zum Fairmont um Brian und Marlene zu treffen; und ich fand sie in der Lobby. Sie erzählten, dass sie bei den Hugos nach mir Ausschau gehalten und mir sogar einen Sitz freigehalten hatten. Als ich ihnen sagte, wie ich meinen Abend verbracht hatte, rollte Brian nur mit den Augen und schüttelte den Kopf. Er kann nicht glauben was für ein Glück ich in solchen Sachen habe. Wir unterhielten uns etwas, dann fuhr ich zum Hotel zurück.

Montagsmorgen checkte ich aus dem Hotel aus, belud den Truck und fuhr zum Convention Center für den letzten Tag der Con. Ich besuchte den Tech Museum Geschenke Shop um ein paar Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Ich kaufe selten Weihnachtsgeschenke vor Dezember, aber das Tech hatte wirklich jede Menge tolles Zeug dem ich einfach nicht widerstehen konnte.

Ich kam rechtzeitig zur Lesung von Walter Jon Williams zum Convention Center. Nach der Lesung ging ich zum Händlerraum und traf Brian und Marlene. Sie waren auf dem Weg nach Hause, deshalb verabschiedeten wir uns.

Ich hielt im Händlerraum Ausschau nach Selena Rosen, um eines ihrer Bücher zu kaufen, aber ihr Abteil war leer, daher wollte ich es später versuchen. Ich kaufte noch ein paar andere Geschenke während ich dort war.

Bei Walter Jon Williams Kaffe Klatsch um zwei Uhr dreißig unterhielten sich zehn von uns mit ihm für eine Stunde. Er ist einer meiner Lieblingsautoren und jedesmal interessant zu hören.

Als ich zurückkehrte war der Händlerraum beim Schließen. Die Gänge waren überfüllt mit Leuten, die nicht wollten, dass die Convention schon zu Ende war. Ich fuhr nach Hause und erholte mich nach dem langen Wochenende. Ich hatte eine großartige Zeit auf der Con Jose, aber musste wirklich etwas Schlaf aufholen.

Dienstagmorgen, als ich auf Arbeit ging wurde, ich begrüßt von einem Chor aus "Lebe lange und in Frieden" und einem "Nanoo, Nanoo" vom Chef.

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