RibbonsEin Journal von C.J. Cherryh Lesern für C.J. Cherryh Leser |
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| Katzen und wilde Allianzen: Das Schiff der Chanur und Fremdling im Vergleich von Sabina Betschke |
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In den Gefilden der Sciencefiction ist Caroline Janice Cherryh bekannt für ihre einfallsreichen Stories und wirklich außerirdischen Außerirdischen. Sie hat den Hugo Award für Pells Stern und Geklont gewonnen. Geklont ist aber nicht das Einzige interessante Buch, das sie in ihrer langen Karriere geschrieben hat. Unter den über 50 Büchern, die von ihr stammen, sind auch Das Schiff der Chanur und Fremdling, um die es hier gehen soll. Beim Überfliegen erscheinen beide Bücher sehr ähnlich, dieser Eindruck täuscht allerdings, näheres Hinsehen offenbart viele Unterschiede in Hinblick auf Story, Orte und die so glaubhaft dargestellten Spezies. Die zwei Bücher sind sich in gewisser Hinsicht ähnlich. Beide spielen in einer fernen Zukunft mit fortschrittlichen Technologien und daher sind beide als Sciencefiction anzusehen. Beide drehen sich um das Aufeinandertreffen von Außerirdischen und Menschen, beziehungsweise den Kontakt eines Menschen mit einer Gruppe Aliens. Tully, der Mensch in Das Schiff der Chanur und Bren, der Mensch in Fremdling, sind beide isoliert vom Rest der Menschheit und müssen mit Situationen zurechtkommen, welche in jedem Augenblick den Tod zur Folge haben könnten, unter Lebewesen, die nicht wie Menschen denken und fühlen. Trotz dieser Ähnlichkeiten, hat jedes Buch einen einzigartigen Schauplatz. Das Schiff der Chanur spielt fast komplett im Weltall, wohingegen Fremdling auf einem Planeten angesiedelt ist. Beiden Umgebungen haben ihre eigenen Gefahren und Notwendigkeiten beim Verhalten. An Bord eines Schiffes oder einer Raumstation muss man sich in Acht nehmen vor kaputten Luftschleusen und Druckabfällen, während auf einem Planet schlechtes Wetter und die eingeborene Fauna und Flora tödlich sein kann. Beide Geschichten sind sogar noch unterschiedlicher, wenn man die Haupthandlungsorte betrachtet. Einerseits ist da Die Ehre der Chanur, eine enges Schiff mit technischen Grenzen, auf der anderen Seite ist Malguri, eine mehrere tausend Jahre alte Festung ohne irgendwelche moderne Technik. Weitere Unterschiede finden sich bei den dargestellten außerirdischen Rassen. Die Hani aus Das Schiff der Chanur lassen sich am besten mit humanoiden Löwen vergleichen. Die Männer kämpfen im waffenlosen Zweikampf mit Unterstützung der Frauen um Territorien; da Männer miteinander nicht klar kommen ohne sofort aufeinander loszugehen, werden die meisten politischen Entscheidungen von Frauen, welche die jeweiligen Clans repräsentieren, getroffen. Im Gegensatz dazu folgen Atevi einem Anführer, egal welchem Geschlechts und versuchen Streit zu vermeiden. Während die Hani Freundschaft verstehen, kennen die Atevi nur man'chi als Gefühl der Zusammengehörigkeit und sind vollkommen verwirrt, wenn man ihnen sagt, man mag sie. Atevi mögen nur Nachspeisen und Salate. Obwohl beide Bücher Gemeinsamkeiten haben, überwiegen die Unterschiede bei weitem. Keines ist die Basis des anderen oder nur eine Nacherzählung mit anderen Charakteren. Beide Bücher spielen in unterschiedlichen Universen, ganz so wie man es von einem Cherryh Buch erwartet. Hintergrund und Charaktere bieten verschiedene Blickwinkel auf das Thema des ersten Kontakts. Beide sind gute Geschichten und keines ist dem anderen überlegen. |
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